Der Weinort Gols.

Nord- und Nordostufer des Neusiedler Sees zählen zu den ältesten Siedlungsgebieten des Burgenlandes. Dies kann durch Funde aus der jüngeren Steinzeit, der Bronzezeit und der Hallstadtzeit bewiesen werden. Aufgrund vieler Ausgrabungen wird angenommen, dass das nördliche Burgenland eine dichte römische Besiedlung aufwies. Es wurden Tongefäße und römische Münzen aus den Jahren 305 bis 311 gefunden.
Wichtig für die Besiedlung dieser Gegend sind auf die Petschenegen oder Bissener. Sie hatten ihre Urheimat im Steppenland der Wolga. Im 9. Jahrhundert zogen sie ins Donautal, den Westen vordringenden Magyaren nach. Als Sie sich im 10. Jahrhundert mit diesen versöhnten, wurden sie von den ungarischen Königen an der Westgrenze des Reiches angesiedelt.

Gols wurde urkundlich erstmals 1217 in einer Schenkungsurkunde von Andreas II erwähnt.
Darin hieß es unter anderem wörtlich
"…vila Galos iuxta lacum Ferther.." (..das Dorf Gols beim Neusiedler See..)
Der Ortsname könnte sich einerseits vom Namen des Oberhauptes der ung.-bissenischen Ansiedlumg Gal, abgeleitet worden sein oder andererseits vom heiligen Gallus über die sprichwörtliche Winzerregel "Zu Gallus lest alles!".
1582 verlieh Rudolf II der Gemeinde Gols das Marktrecht. Gols war im Laufe der Geschichte oft Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.
1529 überfluteten die Türken auch diese Ortschaft. Das Dorf wurde geplündert und niedergebrannt. Die Nachbarortschaften Michldorf, Vogeldorf, Mühldorf, Pahlendorf Zechun, Katzendorf und Zitzmannsdorf wurden nicht wieder errichtet.

www.gols.at
www.weinort-gols.at